Ein Herz für den Casinoweiher

Architekturerlebnis am Casinoweiherzurück

Stellungnahme von Claudia Schmetz

Claudia Schmetz hat da mehr "Hat vör der Casinowejer" :
Betrifft "Architekturerlebnis am Casinoweiher"

Sehr geehrter Herr DELHEZ,

zunächst möchte ich Ihre Fähigkeiten als Architekt in keinster Weise in Frage stellen. Was jedoch Ihren "europäischen Freund Horst" und ihre gemeinsamen Vorhaben am Casinoweiher in Kelmis betreffen, da hätte ich allerdings einige kurze Anmerkungen zu Ihrem Leserbrief.

Angeblicher Naturschutz Zuerst: wer sich als "europäisch" äußert bzw. als solcher beschrieben wird und dies auch noch zweimal in 3 Absätzen betont, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies die logische Voraussetzung beinhaltet sich im Rahmen der Völkerverständigung einzusetzen. Dies wiederum setzt allerdings voraus, dass man die Bevölkerung bei der man sich niederlässt und bei der man einige Projekte verwirklichen möchte respektiert, sowohl in ihrer Eigenart, ihrer Kultur, den historischen, kulturellen, botanischen und sozialen und anderen Eigenschaften die ihnen wichtig sind gegenüber mit Verständnis und Takt erscheint. Das sollte Ihrem europäischen Freund zu denken geben, denn dies erreicht man nicht indem man der kelmiser Bevölkerung inklusive Jugendgruppen, Spaziergängern, Rentnern, Kindern usw. einen Weg versperrt, der schon seit mehr als 30 Jahren bei wechselnden Besitzern immer öffentlich genutzt wurde. Man erreicht dies auch nicht indem man mit einem blinden von schnaubender Wut getriebenen Aktionismus bei den Nachbarn gekonnt aneckt. Hier ist Ihre Glaubwürdigkeit und die Ihres europäischen Freundes auf dem Nullpunkt.

Weiter: Was die Täuschung des Ge-Lesers anbelangt, so sollte man nicht mit Steinen werfen, wenn man im bekannten Glashaus sitzt.

Wenn Ihre Architektur so einzigartig ist, wieso soll sie dann hinter dicken Bäumen versteckt werden? Und dann auch noch hinter Douglasien ? Die wachsen von Natur aus jedenfalls nicht am Casinoweiher.

Und zum Schluss: Freiheit und Fortschritt kann man am Weiher auch ohne Bebauung haben, indem man sich dort frei bewegen und entspannen kann, wie dies bisher immer der Fall war und indem man sich fortschrittlich (jedoch nicht lukrativ oder bereichernd um jeden Preis) für den historischen und naturbelassenen Zustand des Weihers im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung von Natur und kulturhistorischem Erbgut einsetzt. Und Erlebnisse hat man am Casinoweiher in seiner derzeitigen Form ohnehin.

In diesem Sinne,
Claudia Schmetz